Hi Ta-Bu --- Mein Leben, in einen Strang gequetscht

Texte, bei denen das Sprachexperiment im Vordergrund steht (Lyrik und Prosa)

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Beitrag#71von Tate Jeff » 26. Feb 2007 15:33

26. Februar, 2007

Hi Ta-Bu,

so ein Marsch bis zum Lotto-Gipfel geht gut in die Knochen. Aber der Gewinn war es wert. Habe ein Dutzend Hühner gewonnen. Wie passend! Fixing-Fred baut mir doch einen Hühnerstall. Auch Lotto freute sich für mich. Hatte bislang gedacht, Lotto sei ein Mann. Stimmt aber nicht. Lotto sind zwei Männer. An den Hüften zusammengewachsen. Scheint ihnen nichts auszumachen. Mir wäre das lästig.

Sie überreichten mir zwei Säcke mit Hühnern und wünschten mir einen guten Heimweg. Dieser war dann allerdings weniger gut. Lief vor lauter Aufregung in die falsche Richtung, was mir erst nach zwei Tagen auffiel. Dann blieb ich noch mit dem linken Fuß in einer Felsspalte stecken. Ich hatte mir schon mit meinem Wandermesser den halben Fuß durchgeschnitten, als ich merkte, dass sich Blut hervorragend als Schmieröl eignet.

Schwer humpelnd erreichte ich gestern Abend mein Motel. Krautrotzer lag tot in einem Kanu. Er stank und ich war sauer, dass ihn niemand vergraben hatte. Sowas vergrault die Gäste. Immerhin war mein Hühnerstall fertig. Eine kleine Hütte, gleich neben dem Ziegenstall. Das hebte meine Stimmung. Mein Fuß wurde von drei Indianerinnen verarztet. Der Rest der Brut erholte sich von einem anstrengenden Tag und lag faul um ein Lagerfeuer herum. Aus Früchtchens Zimmer drang unterdrücktes Stöhnen. Zufrieden ging ich pennen.
Tate Jeff
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