TINTENFISCHRINGE „A LA PAUL“

Humoristische und satirische Gedichte. Heiteres, Bissiges, Schwarzes ...

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TINTENFISCHRINGE „A LA PAUL“

Beitrag#1von Fritz Rainer Polter » 8. Jul 2010 12:35

08.07.2010

TINTENFISCHRINGE „A LA PAUL“


Hätt' ich dafür nur 'ne Imbissbude,
(zusammen mit 'ner gewissen Ute,
die jene immer schon gern verzehrte,
während ich, - hungrig -, nur sie begehrte),
- heut' würd' ich zum Millionär:
„Tintenfisch her, Tintenfisch her!“
Das hätte ich, spätnachts, den Händlern gesagt,
die Spekulation bliebe nicht zu gewagt
denn heute würden – statt sich zu besaufen -
die Fußballernüchterten zu mir laufen
und die Ringe des „Paul“ verzehren
mit Rachegedanken beehren
das salzige Meeres-Vieh,
das – substituierend – die Röhre
hinuntersackt, das wäre, ich schwöre,
die größte Geschäftsidee,
- denn verlieren tut einfach nur weh - ,
und es macht hungrig, - ist doch klar -,
gelegen käme ein jeder Calmar,
dem deutschen Racheverzehr,
d'rum: „Tintenfisch her!, Tintenfisch her“!
Die armen Tiere, - dies Spiel wäre „foul“
denn Schuld daran hat schließlich nur „Paul“.
Doch der sitzt sicher in der Pinte,
- und wir ganz sicher in der Tinte.
Wär' ich doch Chefkoch, welch ein Jammer,
die Tintenfisch-Masche wäre ein Hammer!



Copyright © 2010 by Fritz Rainer Polter


P.S.: Dieser Paul, den die Spanier inzwischen anbeten,
sitzt jetzt bestimmt glucksend in Ringo Starr's
"Octopus' Garden" und singt sich: ich hab's gewußt,
ich hab's gewußt ... !
Un der Geist von Jon Lennon bläst Luftblasen
mit einem Strohhalm in sein Aquarium, wie damals,
69, bei den Abbey-Road-Sessions.
Fritz Rainer Polter
 

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