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Kurzatmig

September/Oktober 2011

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Umfrage endete am 31.Okt.11 15:50

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B) Gefällt mir gut. (3 Punkte)
0
Keine Stimmen
C) Nicht gerade umwerfend, aber geht so. (1 Punkt)
4
67%
D) Gefällt mir nicht. (0 Punkte)
1
17%
E) Thema verfehlt (0 Punkte)
1
17%
 
Abstimmungen insgesamt : 6

Kurzatmig

Beitragvon Peterchen am 23.Okt.11 18:27

Du hast das Pferd
auf Deine Fahne gespieen.

„Zahnfleischbluten,
oder Bluthusten,
oder so“
sagtest Du.

Und dann wolltest Du es
um die Welt treiben.

Und hast geblasen,
und geblasen,
geblasen.

Aber
einen langen Atem
hattest Du
noch nie.

Jetzt galoppiert es
in fremden
Winden.
Peterchen
 

Re: Kurzatmig

Beitragvon silbergrau am 25.Okt.11 15:08

Erschließt sich mir nicht wirklich. Das liegt aber vermutlich mehr an meinem grundsätzlich schwach augeprägten Sinn für das Verstehen von Lyrik.
Wenn du glaubst, an die Grenzen deiner Möglichkeiten gestoßen zu sein - schau noch mal nach, vielleicht sind es nur die Grenzen deiner Vorstellungskraft.
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Re: Kurzatmig

Beitragvon Melusine am 27.Okt.11 21:53

Mir gefällt der Anfang. Und die Idee.
Die ersten Zeilen (die erste Strophe, wenn man so will) finde ich vielversprechend. Die zweite "Strophe" ist witzig. Ab der dritten Strophe fällt es ab - hier habe ich ein Problem, das ich häufig mit Prosagedichten habe: Es ist mir zu wenig dicht für ein Gedicht.

Was den Inhalt betrifft, würde ich es so interpretieren, dass hier ein brustschwacher Schöpfergott (das lyrische Du) am Werk ist, dessen Geschöpf zu seinem Pech am Ende was anderes macht, als er wollte. Oder so. :-)

Im übertragenen Sinn könnte es sich auch um einen Revolutionsführer handeln. Angesichts der blutigen Bilder von Gaddafis Tod mag ich das aber grade lieber nicht denken - schon gar nicht unterstellen, dass sie als Inspiration für das Gedicht gedient haben könnten. Allenfalls mag das assoziativ eine Rolle gespielt haben.
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Re: Kurzatmig

Beitragvon EMJu am 29.Okt.11 10:11

Ich hab keine Lust, in diesem Text nach Sinn zu suchen. Er liest sich wie eine schlechte Köhn-Kopie in Lyriklatschen. Obendrauf noch ein paar Streusel van Hengel. Wird manchem hier Anwesenden alles nichts sagen und sicher auch Widerworte hervorrufen. Aber das ist nunmal mein Eindruck von diesem Bluthustegeschwurbel. Rot um jeden Preis :roll:

Nä, nicht nicht mein Ding.
Malern und Dichtern war es stets erlaubt zu wagen, was immer beliebt. (Horaz)
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Re: Kurzatmig

Beitragvon Peterchen am 03.Nov.11 17:01

Irgendwie hatte ichs bisher nich geschafft hier mal wieder aufzuschlagen, will aber trotzdem noch mal kurz was zu den Kommentaren schreiben.

Erklären will ich den Sinn nicht, die Interpretation darf jeder selber vornehmen (was bei Lyrik im Gegensatz zu Kurzgeschichten meiner Meinung nach auch ein Muß ist, und keiner Erklärung des Autors bedarf), aber Melusine hats schon einigermaßen getroffen (gibt natürlich noch mehr Nuancen), auch wenn ich da sicher keinen Revolutionsführer, geschweige denn irgend einen Führer im Sinn hatte.

Das es abfällt liegt sicher auch daran das ich nachträglich noch ein paar Zeilen eingeschoben hatte, weil ich nicht wußte wo sich das Forum hier bewegt.Sorry, eigentlich wollte ich Euch nicht für blöd erklären, hätte ich mir sicher klemmen sollen.Durch den Einschub war dann auch der Titel eigentlich hinfällig.Konnte es aber dann nicht mehr editieren.Außerdem war es nach über einjähriger Schreibpause das Erste was ich mal wieder geschrieben habe.

Das war die eigentliche Fassung:

Kurzatmig

Du hast das Pferd
auf Deine Fahne gespieen.

„Zahnfleischbluten,
oder Bluthusten,
oder so“
sagtest Du.

Und dann wolltest Du es
um die Welt treiben.

Und hast geblasen,
und geblasen,
geblasen.

Jetzt galoppiert es
in fremden
Winden.


Das macht es für viele hier sicher auch nich besser, ich wollts auch nur kurz erklären.

Und ich kenne Köhn und van Hengel auch nicht, nehm das aber mal als Kompliment mit, und auch als Anregung mir von denen mal was zu Gemüte zu führen.

Ich danke trotzdem allen, die sich die Mühe gemacht haben das zu lesen und zu kommentieren.
Peterchen
 


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