Am Abend

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 317

Am Abend

Beitrag#1von Sarina » 24. Apr 2008 10:50

Wenn das Strahlen
den Himmel
nicht mehr belebt
und die blaue Stunde
den Schleier hebt
wird es auf einmal
so atemlos still
als ob ein Zauber
gehört werden will

Hinter den Zeiten
erhebt sich das Sein
zieht uns auf sanften
Flügeln hinein
zwischen die Bahnen
von Sonne und Mond
wo unser Geist
bei den Feen wohnt

Seen und Berge
Blumen und Bäume
öffnen jetzt ihre
verborgenen Räume
sprechen von Wasser
und Erde und Stein
tragen uns sicher
ins Dunkle hinein

dort wo die Nacht jetzt
die Farben besiegt
und sich der Mond
auf dem Wasser wiegt
geht unsre Seele
ins andere Licht
und das Trennende
spürt sie nicht
Sarina
 
Beiträge: 123
Registriert: 01.2007
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Am Abend

Beitrag#2von t.a.j. » 24. Apr 2008 11:02

Hallo Sarina

Sarina hat geschrieben:dort wo die Nacht jetzt
die Farben besiegt
und sich der Mond
auf dem Wasser wiegt
geht unsre Seele
ins andere Licht
und das Trennende
spürt sie nicht


Über die dritte Zeile stolpere ich, was den Fluß des ansonsten sehr schönen Gedichts unangenehm bricht.

Ganz persönlich stört mich auch der Begriff "Sein" in der zweiten Strophe, aber ich denke, das liegt nur daran, dass ich da philosophisch vorbelastet bin. Ich kann "Sein" nicht denken ohne Heidegger zu assoziieren.
:.:: http://gedichtblog.de ::.:
Das Bild hat mit dem Abgebildeten die logische Form der Abbildung gemein.
.[Das Gedicht ist das logische Bild des Gedichteten]
t.a.j.
 
Beiträge: 184
Registriert: 04.2008
Geschlecht: nicht angegeben


Zurück zu "Lyrik allgemein"



cron