bis dass der tod

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

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bis dass der tod

Beitrag#1von NDK » 1. Feb 2007 16:06

du sollst meinen
lebenshunger stillen
bis dass der tod
allgegenwärtig
wie mein schatten
heute hier
morgen da
übermorgen schon
nicht mehr
ist.
NDK
 
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Beitrag#2von Amaretta » 1. Feb 2007 16:45

Hallo NDK, das wäre schön,das wünschte ich mir auch !
Das Gedicht gefällt mir , ohne dass ich weiß, an wen es gerichtet ist.
Die Forderung macht mich ein wenig stutzig.

HG von Amaretta
Vor dem Aufstehen sehe ich mir am Ähnlichsten
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Beitrag#3von NDK » 1. Feb 2007 19:08

Danke Dir, Amaretta.
Die Forderung ist auch gedacht als Aufforderung darüber nachzudenken, ob solche Forderungen überhaupt angebracht sind bzw. wie weit sie reichen können.
Es ist also gut und durchaus in meinem Sinne, wenn Du stutzig geworden bist.

Liebe Grüße, NDK
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Beitrag#4von rosste » 3. Feb 2007 02:15

ndk
du sollst meinen
lebenshunger stillen
- das ist gut

wie mein schatten
heute hier
morgen da
übermorgen schon
nicht mehr
ist.
- da bist du.

was wird aus deinem gegenüber?
ist er wirklich nur schatten?
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Beitrag#5von NDK » 3. Feb 2007 11:45

Sehr gute Frage, Rosste.

Ich würde sagen, es kommt ganz darauf an, welchen Zugang LyrIch zu sich selbst gefunden hat. Nimmt LyrIch sich als Schatten wahr, wird LyrDu von ihm als Schatten - oder aber als das genaue Gegenteil davon, also als Licht, wahrgenommen werden.
Ich kann ein Du nicht unabhängig von meinem Ich denken. Es wird immer auf einen Vergleich hinauslaufen, der mehr oder weniger hinkt: Entweder ich nehme das Ähnliche bzw. das mir Vertraute an ihm wahr oder das mir (noch) Fremde...
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Beitrag#6von Saurau » 4. Feb 2007 18:19

gut!

saurau
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Beitrag#7von NDK » 4. Feb 2007 19:15

Merci. :-D

LG, NDK
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Beitrag#8von Melusine » 4. Feb 2007 21:08

Hallo NDK,
gefällt mir sehr gut und spricht mich stark an. Ich glaube, dass ich verstehe, was du meinst - könnte es aber nicht so recht in Worte fassen. Ist mehr ein intuitives Verstehen, denk ich mal.

LG Mel
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Beitrag#9von NDK » 5. Feb 2007 11:01

Hallo Melusine,

wenn ich mich selbst nicht wirklich begreife, wie soll ich da wissen, was mir ein Anderer ist?

Angenommen, ich benutze einen anderen Menschen unbewusst um meine angenommenen Defizite auszugleichen. Ein Motiv für meine Liebe könnte dann z.B. meine Angst vor dem Tod sein. Was ist, wenn mir plötzlich klar wird, dass mir der Tod gar nichts anhaben kann, weil ich ihn bewusst niemals erleben werden? War meine Liebe dann nichts weiter als Schall und Rauch?

In diese Richtung gehen meine Überlegungen. Ich bin mir allerdings selbst noch nicht so sicher, ob es Sinn macht, solche Fragen gedanklich einzukreisen - denn letzten Endes kreist man damit vor allem um sich selbst, was ja auch eine gewisse Beschränkung bedeutet... ;)

LG, NDK
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Beitrag#10von Melusine » 5. Feb 2007 13:08

Ja... irgendwie so. Mein Kommentar war gar nicht als Frage gemeint. In Form von Lyrik lässt sich "Erfühltes" ausdrücken, was man gar nicht "erklären" kann - sozusagen Vorgedankliches (gibt es das Wort?)

"Das Sein in Worte fassen", wie es Dani im Kurztext zu ihrem Weblog ausgedrückt hat. Ich denke, das ist dir hier gelungen.
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