Depression

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

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Depression

Beitrag#1von Der Ohrenschützer » 16. Sep 2008 23:14

Depression

Wachsweiches, fahles Spiegelbild
tritt milchig
heran
herum
herein
ein madiges Du im Matrosenanzug
dessen dunkle Herkunft
sich blanken Auges entzieht
Dein Denken durchdringt
für Dein Denken undurchdringlich
und das unfassbare Kunststück vollbringt
sich zwischen Dich und Dich zu stellen
bevor es sich selbst
von Dir abschüttelt

Wahrscheinlich
bleibt nur eine Lösung
nämlich
es schneller
fester
und inniger
zu umarmen
als Du es selbst
glaubst zu können
auf dass Du wieder
aus Deiner Asche emporsteigst
mein hoch- und tieftönender Freund

_____________
W.S. gewidmet
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Beitrag#2von Melusine » 16. Sep 2008 23:46

Wer immer W.S. sein mag ... Verneigung vor deiner Sprachkunst.

Die erste Strophe finde ich perfekt.
Die zweite fällt für meinen Geschmack ziemlich ab, ist zu sehr... tröstenwollend, vielleicht. Weiß nicht. Zerflattert. Wird unklar, schwammig, zerschwimmt, such dir was aus.
Die würd ich entweder noch überarbeiten oder - einfach radikal wegschneiden.
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Beitrag#3von Der Ohrenschützer » 17. Sep 2008 12:44

Verstehe. Danke für Lob und kritische Rückmeldung. Die nötige Distanz gibt's bei so einem nahe gehenden Thema bei mir eben nicht, um das beurteilen zu können. Den Niveauunterschied kann ich nachvollziehen. Möglicherweise bleibt als herzeigbare "Literatur" 8) nur der erste Teil und der zweite ist die fortführende persönliche Linie. Werd's mir durch den Kopf gehen lassen.
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