DUNKELSTE STUNDE

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

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DUNKELSTE STUNDE

Beitrag#1von Fritz Rainer Polter » 1. Mär 2010 23:06

26.02.2010

DUNKELSTE STUNDE




In dunkelster Stunde tiefster Nacht
bejaht mich meine Einsamkeit
umarmt mich, hält mich
sagt mir so Dinge
wie: Du, bleib bei mir
ich will Dich erfüllen,
liebend umhüllen, brauche Dich hier,
ich halte Dich, ganz dunkeles Tier,
und schenke Dir Geborgenheit,
allezeit.
Dann dring ich in sie; sie fällt in mich ein
Ich gehe ihr ganz tief zugrunde,
folg ihrem Munde, offenem Schlunde
Fahr ein in die dunkelste Stunde-
Mein.

Das ist die Stunde, statistisch gesehen
in der die meisten von uns gehen
Ja, Morgenstunde hat Tod im Munde
Komm mit, sagt die Nacht; -einfach vollbracht!
Wir gehen zuzweit, vereinfachtes Leid,
vereint sind wir stark-
Und fährt Dir der Knochenmann tief in`s Mark:
`s ist nur ein Traum, kaum
wirst Du`s empfinden,
doch schwinden. Hinüber. Traumüber: Kopf.

So sagt mir die dunkelste Stunde.
Ich gehe an ihr, an mir- vor die Hunde-
Zugrunde dem Leiden, der Einsamkeit.
Bis mir nichts mehr verbleibt
als Dunkelheit.
Doch noch kennt sie andere Kunde:
So webt es in mir nur in minderer Nacht
Nicht vollbracht, also Leben
Doch. Eben. Noch...


Copyright © 2010 by Fritz Rainer Polter
Fritz Rainer Polter
 

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