ZU EINEM PORTRÄT SULTAN MEHMEDS DES ZWEITEN

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

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Beitrag#11von Fritz Rainer Polter » 2. Apr 2010 04:40

@michy: ich habe mich nun kastriert, danke (im link wenigstens).
bevor Mel es tut. Selbst ist der Mann; wenigstens da.
Obwohl: Mel hatte das URL-Messer ja schon angesetzt und geschnitten;
ich habe es dann übernommen wegen gerade keine Zeit.

Ich wollte Alte Geschichte studieren, klar: Ägypten, Hellas, Rom, Byzanz.
Auch die Mongolen und Türken; Orientalistik - noch dazu.
Das interessiert mich halt seit frühester Kindheit. Mehr als die Gegenwart.
Immer noch. Aber weder waren meine schulischen Leistungen für die Oberschule
ausreichend; noch waren die DDR-Universitäten dazu, für eine realistische
Betrachtungsweise, annähernd in der Lage bzw. verfälscht und für mich unattraktiv;
und ich wollte mir meine Sicht der Dinge nicht mit dem Auswendiglernen
von Lügen verkleistern oder dann damit gar in den Staatsdienst treten. So war das...

Nur mal so: mein firefox aktuellstmöglicher, 5 oder so, bricht weder
noch erbricht er ab oder um - komisch...
Fritz Rainer Polter
 

Beitrag#12von Gast » 2. Apr 2010 06:48

jardin d'amour

wir sitzen in der scheiße
- alle in der gleichen -
sind doch an träumen reich
vergangenheit




:arrow:
frohe ostern den alten hasen
die anderen sollten damit nicht spaßen
:arrow: :wink:
Gast
 

Beitrag#13von Fritz Rainer Polter » 2. Apr 2010 09:52

danke, gleichfalls. und passt auf, dass auf dem rasen
beim rasenden ostereiersuchen ihr keine blasen
bekommt an den taunassen füßen, und nun,
mit vielen grüßen werd ich tapezieren gehn
und am abend vielleicht wagner in Gera sehn.
Tannhäuser, zumindest
LG Rainer
Fritz Rainer Polter
 

Beitrag#14von Melusine » 3. Apr 2010 00:26

Fritz Rainer Polter hat geschrieben:Nur mal so: mein firefox aktuellstmöglicher, 5 oder so, bricht weder
noch erbricht er ab oder um - komisch...

Vielleicht lag es auch an meinem alten Rechner (Win98), jedenfalls wurden bei mir Links in einer (nicht umgebrochenen) Zeile angezeigt und damit der ganze übrige Text ebenfalls in die Breite gezogen. Das Lesen wurde dadurch etwa so vergnüglich, wie wenn du im Bett lesend jeder Zeile vom Schlafzimmer über den Flur bis in die Küche nachlaufen musst, am Zeilenende dann abbrichst, ins Schlafzimmer zurückkehrst, dort den Anfang der nächsten Zeile suchst, der du wieder quer durch die Wohnung folgst... usw.
Jetzt nicht mehr, der lange Link hatte einfach vier oder fünf Zeilen. Jedenfalls danke fürs Ändern :)


Zu deinem Studienwunsch: Okay, bei uns war das alles natürlich vom System her ganz anders. Auch leichter als in der BRD, wir hatten nie einen Numerus Clausus, Schulnoten waren nicht ausschlaggebend. Was man bei uns fürs Byzantinistikstudium braucht weiß ich nicht, ich tippe mal auf Latein und Altgriechisch, alles andere dürfte fakultativ sein. Hey, die Bulgaren müssen selber Griechisch können, um sich mit ihrer eigenen Geschichte zu beschäftigen. Bulgarisch zu können ist für einen Byzantinisten sicher von Vorteil, sollte aber eigentlich kein "Muss" sein. Aber ... klar, Bulgarien war Bruderland und so...

Das alles interessiert mich übrigens sehr, mal ganz abgesehen von deinen Texten. Am Rande angemerkt, ich bin war mal Sozialhistorikerin, hatte intensive kollegiale Kontakte nach Bulgarien und Tschechien und ebenso interdisziplinäre Kontakte. Byzantinistik war nur ansatzweise drunter, ist mir eher etwas fremd, bin aber sehr neugierig und interessiert. Meine Kritik ging mehr in die Richtung, dass ich solche Gedichte nicht so berauschend finde. Über Dinge, die mich interessieren, von denen ich aber wenig bis gar nix weiß, lese ich halt lieber in Prosa. :) Das ist aber mein persönlicher Geschmack und braucht dich nicht zu kümmern.
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Beitrag#15von Fritz Rainer Polter » 4. Apr 2010 11:44

Und hinwiederum, Mel, wie Dostojewsky immer sagte;
war mein Vater als Buchbinder-Meister mitnichten
ein Handwerker (bei der Klassen-Auffassung im Sozialismus)
sondern ein Angestellter, der damit (wie kurios) weniger
Verdienst hatte als seine Arbeiter und auch auf der Klassen-Leiter
niedriger stand als der King Arbeiter.
Bei annähernd gleichen Notendurchschnitt war es immer das Kind
eines Arbeiters, dass den fraglichen, raren Studienplatz oder die
Zulassung zum Abitur bekam. Kam dann noch eine politisch
fragwürdige Einstellung, wie bei mir, hinzu - lasst alle Hoffnung
fahren. Antiquar zu werden war dann ein echt toller Ausweg.
Fritz Rainer Polter
 

Beitrag#16von Melusine » 5. Apr 2010 02:59

Das hab ich nicht bedacht. Zum Teil wusste ich es nicht.

Ein Buchbindermeister ist bei uns ein selbständiger Handwerker. Kleingewerbe. Für mich: Jemand, der ein Geschäft hat. Jemand, der verdientermaßen vom Finanzamt kontrolliert wird, im Gegensatz zu mir. Ich hab keine Ahnung von all dem Scheiß. Ständig heißt es, ich sei ja "selbständig" und müsse daher verdammt noch mal wissen wie alles geht, jaja, blah.

Du sagst, dein Vater war Buchbindermeister, aber angestellt. Das gab und gibt es bei uns kaum. Ein Meister hat fast immer einen eigenen Betrieb. Wer keine Aussicht darauf hat, begnügt sich mit der Gesellenprüfung. Buchbinder ist ein Zunfthandwerk, das weißt du ja sicher. Buchbinder und Buchdrucker (entschuldige meinen Lapsus) waren traditionell sehr gebildete Leute.

Szenewechsel.
Ein tschechischer Kollege erzählte mir, dass er in einer LPG arbeiten musste, um eine Studienberechtigung zu kriegen.
Ich weiß, wovon du sprichst. Zumindest ansatzweise.
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