Gedanken am Morgen

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 180

Gedanken am Morgen

Beitrag#1von Sarina » 11. Dez 2007 21:26

Begegnung am Morgen
___________________

Sehe dich an diesem Morgen
und es gibt die Worte nicht
die so einfach und so klar sind
doch ich schau in dein Gesicht

Höre Sätze und auch Zahlen
von der Arbeit und von Pflicht
doch die Seelenbilder malen
denn sie brauchen Worte nicht

Und es öffnet sich die Pforte,
die kein Mensch beschreiben kann,
denn dort gibt es keine Worte,
weder Frau und auch nicht Mann

Dort ist nur das tiefe Wohnen,
dort ist unsrer Seele Haus
niemand kann uns dahin holen
und kein Schiff trägt uns hinaus

Zu dem Ort, den ich nicht nenne
den ich finden muss allein
und auch wenn ich ihn nicht kenne
weiß ich, du wirst auch dort sein

Ganz alleine muss ich gehen
dorthin in das tiefe Sein
und mein Herz muss es verstehen
auf dem Weg bin ich allein

Du bist dort, wohin ich fließe
wir sind zweisam dort allein,
denn wohin ich mich ergieße,
dort wird alles Eines sein

Für Minuten fühl ich Stille
für Sekunden tiefes Sein
schweigend ruht jetzt jeder Wille
eines fließt ins Andere ein

Doch der Tag will weiter schreiten
und es ruft bereits die Pflicht
Bilder werden mich begleiten
aus der anderen Seelenschicht

Leben heißt auf dieser Erde
muss ich meinen Kampf bestehen
doch bei allem was ich werde
kann ich weit ins Jenseits sehen.

Und so geh ich durch die Pforte
komm aus tiefem Sein zurück
es begleiten mich die Orte
und mit dir gefühltes Glück
Sarina
 
Beiträge: 123
Registriert: 01.2007
Geschlecht: nicht angegeben

Zurück zu "Lyrik allgemein"



cron