geht immer weiter

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 402

geht immer weiter

Beitrag#1von rosste » 17. Jan 2007 18:07

ölkännchen brennen ab – traubenzuckerstimmung
auf einem gletscher hole ich mir wintersonnenblumen
danke
werde weiter füchse füttern
eines tages zeigen sie mir den eingang
zur tropfsteinhöhle
die raben haben mich längst entdeckt
auch sie fressen von meinen mischbrotresten
und tragen fort meine herzgeheimnisse
ich nehme weg etwas schwerkraft
so fliegen sie leichter
und der birkenwald
rauscht leiser
Benutzeravatar
rosste
 
Beiträge: 681
Registriert: 11.2006
Wohnort: norwegen
Geschlecht: männlich

Beitrag#2von Dani » 20. Jan 2007 11:32

Hallo rosste,
dieses Gedicht kann ich auch ohne einen bestimmten Zusammenhang lesen, also ich meine, ohne eine bestimmte Handlung damit zu verknüpfen. Ich lese es als Impression. Die Bilder sind schön und stimmig, ohne dass mir ihre Bedeutung immer klar wird. Sehr angenehm ist das zu lesen.
werde weiter füchse füttern

ist meine liebste Stelle. Der Satz klingt unheimlich melodisch. Füttert man die Füchse wirklich oder steht das für etwas anderes?
LG, Dani
Dani
 
Beiträge: 340
Registriert: 11.2006
Wohnort: Bielefeld
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#3von rosste » 20. Jan 2007 12:40

danke dani,
das ist gerade das "kitzlige" an einem gedicht: es hat einen realen aktuellen bezug und geht dann über in einen größeren rahmen, wird "allgemeiner", soll resonanz auch bei "nichtleingeweihten" finden.

füchse füttere ich zur zeit wirklich. habe schon fünf marder und vier nerze gefangen. jetzt will ich ein fuchsfell...
Benutzeravatar
rosste
 
Beiträge: 681
Registriert: 11.2006
Wohnort: norwegen
Geschlecht: männlich


Zurück zu "Lyrik allgemein"



cron