gerade aus

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

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Beitrag#1von timo » 26. Mai 2008 13:11

Das Nirgendwo ist ein Kaff und ich war dort,
eine Zwischenstation, eine Nadel zwischen Großbuchstaben
oder der Weise wie man einen Schluckauf flachlegt,
mitten zwischen Augen, den müden,
in billiges Geschenkpapier verpackten,
den Freischwimmern im Dreck
und ich weiß, Gedichte sind Briefe an die Endlichkeit,
(schließlich fühlen sich meine Unterhosen kurz nach der Wäsche fremd an)
ein Fingerhut in zwei Klammern, beim Zwangsjackennähte aufreißen
fürs Baumelnhimmelhoch,
so werde ich morgen schon wieder sterben, angekommen
aus diesen Zeilen, umgestiegen auf ein Ziffernblatt.
timo
 

Beitrag#2von Der Ohrenschützer » 4. Jun 2008 22:40

Gedankenreiten, nenne ich sowas. Der Text hat in seiner ungezähmten Wildheit durchaus Charme. Nachdem es das Nirgendwo beschreibt, ist es ein schöner Selbstbezug, wenn sich der Leser am Schluss fragt, worum es denn eigentlich hier ging.

Gern gelesen. 8)
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