Gott

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

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grazie mille

Beitrag#11von Sarina » 3. Dez 2007 18:45

öltank, animismus muss das heißen - det is, wenn eener die Seele seiner Katze anbetet oder mit seinem schuhschrank kommuniziert ... oder so ähnlich...aber ich bleibe doch lieber dabei, den Kumpel da oben - oder wer immer das sein mag, einfach nur in meine Gebete mit einzuschließen und mit ihm auf der "nonverbalen" Ebene zu verkehren.

danke für deinen Beitrag und danke auch den anderen, Mel und NDK - gottseidank habe ich den gelernten Sch...schon längst wieder vergessen, sonst würden mir wohl die Gedanken beim Schreiben querschiessen.

Ich fand nur, hier muss kein Absatz hin ...und basta....das war reines Empfinden
weil das Teil so aus mir rausgeflossen ist.

Tanti saluti da tutti - Sarina
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Beitrag#12von NDK » 4. Dez 2007 11:05

Hallo Sarina,

will mich nicht
mit Denkern
messen
die nicht mehr
verbunden sind
mit dem Fühlen
und Erleben

ein Gedanke zu dieser Textstelle:
Kann man einem Menschen, den man nicht kennt, das Nichtverbundensein von Denken und Fühlen zum Vorwurf machen? Ich vermute, so einfach ist das nicht. Ich denke z. B. an das Phänomen der Gefühlsblindheit. Immerhin 12 bis 14 Prozent der Bevölkerung sollen lt. Studien davon betroffen sein. Es handelt sich hier zwar um Extremfälle, aber die Übergänge zu dem, was der Durchschnitt als "noch normal" einsortiert, sind sicherlich fließend.
Eigentlich müsste es also statt "...die nicht mehr verbunden sind..." heißen "deren Denken und Fühlen nicht in der Art und Weise aneinander gekoppelt sind, die ich, das LyrI, zum Zeitpunkt X an mir selbst festgestellt habe".
Zugegeben, das klingt nun nicht mehr lyrisch, scheint mir aber erwähnenswert, damit man als Leser die unterschiedlichen Realitäten im Hinterkopf behält.

Liebe Grüße, NDK
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falsch

Beitrag#13von Sarina » 4. Dez 2007 11:51

wenn das denken nicht an das fühlen gebunden ist, gibt es für mich keine richtige
erkenntnis. das ist eine ganz wichtige aussage in meinem gedicht. doch, ich werfe es
den denkern vor. dass sie nicht mehr verbunden sind, es ist genug unheil aus dadurch entstanden. niemand kommt als denker als auf die welt. "....und wenn ihr nicht werdet wie die kinder, dann werde ihr nie das himmelreich schauen...", das sagt die bibel und sie meint damit wohl die herzenserfahrung.

iebe grüße sarina
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Beitrag#14von NDK » 4. Dez 2007 12:14

Ich kann Deine Einstellung - für mich persönlich, vor allem auf der Grundlage meiner eigenen christlichen Erziehung - durchaus nachvollziehen.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass Du "die Denker" nach Deinen eigenen Maßstäben beurteilst. Wenn jemand nicht so fühlen kann wie wir Durchschnittsmenschen, aus welchen Gründen auch immer, dann wird er Deine Worte lesen, aber er wird womöglich nicht begreifen, was Du damit sagen willst. Vielleicht erzielen "die Denker" einfach nur eine andere Art von Erkenntnis. Wer will denn beurteilen, welcher Weg der bessere ist?

Sehr viel Unheil ist doch gerade dadurch entstanden, dass Menschen blind ihren Gefühlen gefolgt sind - ohne jedes Gespür für die eigene begrenzte Sichtweise - oder nicht?
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erkennen

Beitrag#15von Sarina » 4. Dez 2007 13:07

deshalb redete ich ja bewußt vom "erkennen" - dies beinhaltet i m m e r beides.
christa wolf sagte einmal, erkenntnisse, die nicht durch die sinne gegangen sind,
sind keine. seichtes fühlen ohne verstand ist genauso schädlich wie umgekehrt.
mein gedicht will fühlend einen erkenntnisprozess zeigen. gott will von sehr vielen menschen und denkern rational erklärt werden, was meines erachtens falsch ist -denn es gibt ihn ja als person nicht - gott oder gotteserfahrung kann man fühlen, wobei ich glaube, dass viele menschen sie selbstverständlich fühlen ohne zu wissen, das es eine ist. die sind mir sehr sympatisch :-D

lg sarina
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Beitrag#16von NDK » 4. Dez 2007 13:45

Ich will’s noch mal anders formulieren:

Wenn ich werde wie die Kinder... dann habe ich jede Menge Spaß, und dann geht’s mir persönlich wunderbar.
Wenn wir alle werden wie die Kinder... dann sitzen wir gemeinsam in einer Sandkiste. Vielleicht vertragen wir uns, vielleicht schlagen wir uns auch gegenseitig die Köppe ein, wer weiß.

Solche Feinheiten kann man doch nur erkennen, wenn man entweder gründlich über alle Konsequenzen nachgedacht hat und/oder wenn man schon aus Erfahrung ein Stück weit klug geworden ist.

Mit Fühlen allein kommt man da nicht weit. Ein Nachdenken gehört immer dazu - und damit meine ich kein einfältiges Schwarz/Weiß- oder Gut/Böse-Denken, sondern ein Denken, das möglichst viele unterschiedliche Perspektiven abdeckt. Erst beides zusammen, das Fühlen und das breitgefächerte Denken, kann m.E. einen optimalen Erkenntnisprozess in Gang setzen, während eines alleine mich eher an einen Blindflug erinnert.

Und wenn der Eine nun besser fühlen, während ein Anderer besser denken kann, dann möchte ich beide Positionen als gleichwertig betrachten. Erkenntnis ist dann etwas, das man möglicherweise nur gemeinsam erreichen kann.
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hallo sarina,

Beitrag#17von heike keuper-g » 5. Dez 2007 23:09

dein gedicht ist sehr rund und weich geschrieben.hat wirklich etwas kindlich romantisches und läd zum mitfühlen ein. es berührt.
lieben gruß heike
Wer sich selbst über seinen Nächsten erhebt, hat es bitter nötig.
H.K.-G
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Beitrag#18von t.a.j. » 24. Apr 2008 09:38

Für Schleichermacher ist das Gefühl das Wesen der Religion.
:.:: http://gedichtblog.de ::.:
Das Bild hat mit dem Abgebildeten die logische Form der Abbildung gemein.
.[Das Gedicht ist das logische Bild des Gedichteten]
t.a.j.
 
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Beitrag#19von Sarina » 24. Apr 2008 10:02

das ist es auch ...aber wer ist schleichermacher?
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Beitrag#20von t.a.j. » 24. Apr 2008 10:06

Ein Philosoph. Ein Apologet der Gotteserkenntnis, die nach Kant's Kritik der reinen Vernunft recht schlecht dastand. wiki weiß was: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schleiermacher
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Das Bild hat mit dem Abgebildeten die logische Form der Abbildung gemein.
.[Das Gedicht ist das logische Bild des Gedichteten]
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