ich werde schön sein

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ich werde schön sein

Beitrag#1von monehartman » 26. Mai 2010 10:25

ich weiss
ich werde schön sein
in meinem Herbst

(den riech’ ich schon, in stillen Stunden)

meine Ernte wird reich sein
und dann
bin ich das ErdenDach, herrlich bleiblau
bin die Sonne, die das Dunkel aufreisst
bin das Gelb und das Gold
bin das Rot und das Feuer
bin die Blätter im Wind,
bin ihr Leuchten bin ihr Tanz
bin die Berge von Laub
bin die spielenden Kinder
und bin die Kastanie,
aus den Stacheln gefall’n
schöne Frucht, ich glänze warm

ich weiss,
ich werde schön sein
bis ans Ende meines Winters

dann zieht mein Blut die letzten Bahnen
blassblaues Schimmern im EisGesicht
die dünne Haut glättet sich der Erde entgegen
ein letztes Lächeln schönert das Antlitz
ein letztes Leuchten, grosse Augen:
Richtung Firmament

dann bin ich Sonne
und brenn’ mich ins frostige Erdreich

mein Sommer neigt sich allmählich dem Herbst
und ich weiss,
ich werde schön sein
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Beitrag#2von Fritz Rainer Polter » 26. Mai 2010 10:46

so sei es!
well done;
LG
Keith
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Beitrag#3von Sabeth » 26. Mai 2010 22:21

Halllo Mone, du schreibst sehr gut.
Schön, dass du da bist.

Grüße
Sabeth
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Beitrag#4von monehartman » 28. Mai 2010 07:39

Hi Sabeth,

freut mich, dass Dir meine Texte gefallen! :)

Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende,

Mone
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Beitrag#5von juni » 9. Jun 2010 12:24

Ohne Träume wären wir nicht schön. Ohne Träume gäbe es nichts Schönes - nur graue Wahrheit.
das Leben ist wie eine Rolle Klopapier
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Beitrag#6von Ich bin zwei Öltanks » 9. Jun 2010 18:44

Ich scheine streitsüchtig heute. Nimms nich persönlich, Neuer ...

... aber ...

Ohne Träume wären wir nicht schön. Ohne Träume gäbe es nichts Schönes - nur graue Wahrheit.


... wenn ich sowas lese, kann ich nicht anders, da muß Widerstand geleistet werden.

Wenn sich Schönheit durch Träume beeinflussen lassen tät, gäbs wesentlich mehr Träumer und wesentlich weniger Silikon auffer Welt. Solltest du die graue Wahrheit nicht versehentlich mit der grauen Wirklichkeit verwechselt haben, hievst du im zweiten Satz Träume mit Vorstellungskraft bzw. Fantasie auf einen Nenner, was unzulässig ist. Träume werden nur im dusseligen Volksmund als Synonym für Ziele, Vorhaben und positive Zukunftsvisionen des eigenen Lebensweges verwendet ... also eben all jene Dinge, für die sich Fantasie im Alltagsgebrauch noch eignet ... tatsächlich sind Träume weder mehr noch weniger als psychische Aktivität während des Schlafes. Ebenso wie Bücher Bücher sind.
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Beitrag#7von kultur-kritik » 4. Jul 2010 18:08

Hallo Ich bin zwei Öltanks,

die Bewertung, die Bedeutung des Wortes 'Traum', ist reduziert, so wie Sie es sagen - ein physikalischer Zustand während der Nacht - wohl wahr. Nur spricht nicht viel da-gegen das Wort 'Traum' metaphorisch zu benutzen oder doch???

MfG,



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Beitrag#8von Gast » 5. Jul 2010 08:13

:arrow: sehr gerne gelesen, mone :wink: es lässt räume träume/n
:wink:

:arrow:
Gast
 

wirk-lich po-e-tisch

Beitrag#9von kultur-kritik » 6. Jul 2010 01:02

Hallo Mone,

seh' ich ganz ähn-lich, schön 'weich' geschrieb'n, gefällt mir guth...!1

Lieber Gruß,



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Beitrag#10von Ich bin zwei Öltanks » 6. Jul 2010 20:15

:-D
Leck mich fett, Barchi versuchts tatsächlich in verständlichen Letterkonstruktionen!
Da kann ich mich natürlich nicht einer Antwort verweigern ...

Nur spricht nicht viel da-gegen das Wort 'Traum' metaphorisch zu benutzen oder doch???


Hassu eigentlich räsch ...
Lyrisch kann man fast alles vermetaphorgeln; ich bezog mich ja auch nicht auf den Text von der harten Männin, sondern auf junis Kommentar.
Und dieser war mit Sicherheit erstens keine Metapher und zweitens wenn doch, eine reichlich schwülstige, noch dazu inhaltlich verkehrt.

Hab nix gegen Sprachspiele, aber die Bedeutung von Begriffen zu kennen, bevor man mit ihnen spielt, is ja wohl dat Mindeste der Gefühle.
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