Perplex

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

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Perplex

Beitrag#1von utensil » 27. Sep 2011 19:44

perplex

Klopfen auf meine Schulter
erlässt mir nicht den Herzschritt;
so blinzeln wir uns an,
dann drücke ich meinen Schild
vor die Brust,

darauf steht
'meine Schuld' in großen Lettern.
Mechanisch marschier' ich
in meinem Plexiglashaus
hin, her, auf und ab,

so, als wenn ich
dessen Wände für wahr
eisern verblümte,
bis das Bouquet verzerrt
sein bleiches Muster wirft -

der Schatten ädert, düngt
mich sogar – es ist um nun -
die Zeit nagelt mich
laufend und immer
noch härter als du.
Nichts ist weniger ergründbar als die Komplexität und der Facettenreichtum zwischenmenschlicher Beziehungen, und seien es Liebesbeziehungen.
utensil
 
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Re: Perplex

Beitrag#2von hg » 28. Sep 2011 09:21

Gefällt mir sehr, es braucht Mut die Schuld, das Leid und die Endlichkeit ins eigene Leben einzuladen.
hg
 
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