Revolution

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

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Revolution

Beitrag#1von timo » 1. Jun 2007 11:25

Revolution


zwischen den müden Regenbogenfarben
bei aufkommendem Nebel
und Legenden über unsere Körper
wurden wir Pferde
inmitten von Schienen ins Abgeklärte
der Zuordnung zu windstillen Worten
wir wurden mehr Pferd
umso mächtiger die Mauern die Leere bewunderten

wir ritten unter die Haut
unter das nur oberflächlich Bedeutende
zu den Flüssen
mit unbegradigtem Atem, der
an Saiten einer Gitarre
an Gras unterm Schnee
an verwundete Tiere, die sich umsorgen, denkt

wir wurden fremd
wir, die aus Feuersteinen springen
dem Herz, diesen Muskel des Krieges
wieder das Sehnen anvertrauen
das Pflügen der Erde
für einen Samen
ein Wort
das keinen einstürzenden Kontext bedarf
zwischen Steinen einer Sonne Platz bietet
timo
 

Beitrag#2von Gast » 4. Jun 2007 18:27

Hallo timo,

auch wenn ich weiß, dass ein Autor nicht Erklärer, sondern "nur" Erzähler ist, würde ich dich bitten mir ein Stück weit auf die Sprünge zu helfen.
Dein Text spricht mich so sehr an, allein verstehen kann ich ihn nicht und das möchte ich so gerne.
Es ist schon eigenartig; die Pinselstriche die Du führst gefallen so außergewöhnlich, doch ein Bild mag ich nicht zu entdecken.
Liegt es an mir?


Viele Grüße
easy 8)
Gast
 

Beitrag#3von timo » 12. Jun 2007 16:10

innere Freiheit. Entwurzelung. ozeanische Selbstentgrenzung.
Persönlichkeit. Auserwählsein. Mensch unterm Dach der Fremde.
Mensch als Rädchen, das sein Tempo nicht anpasst.
timo
 


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