Schmecke die Nacht in meinem Mund

Reime, freie Verse, "moderne" Lyrik (themenunspezifisch)

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Schmecke die Nacht in meinem Mund

Beitrag#1von kata » 16. Jan 2007 21:48

Augen schließen,
Lippen öffnen …
spüren wie
du schmeckst,
ahnen was kommt,
einatmen,tief
vergraben in dir ...
im Spiel verlorener Augen
dass wir
uns erkennen,
uns anbieten
schenken …
immer wieder
in ungestellten Bildern
bis zum letzten Mal


[img]/uimg/userpix/176/29_Muschel_2.jpg[/img]

Muschel, Acryl auf Papier 50x70 cm
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Beitrag#2von Dani » 20. Jan 2007 11:21

Hallo kata,
am besten gefällt mir der Titel in Verbindung zum Bild. Die beiden gemeinsam würde mir fast schon ausreichen, es braucht die Interpretation über das Gedicht gar nicht unbedingt.
Ich empfinde, dass "Schmecke die Nacht in meinem Mund" eine ambivalente Aufforderung ist. Die Nacht ist auch dunkel, es soll also die Dunkelheit, die dunkle Seite entdeckt werden. Andererseits ist die Nacht kuschelig, intim, gerade wegen ihrer Dunkelheit. Die Einladung hat also auch etwas erotisches, gerade weil es sich um den Mund handelt. Na ja, und dann "Mund" metaphorisch für Muschel und so weiter - das hat schon was. Sehr schön.
LG, Dani
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Beitrag#3von namaqool » 20. Jan 2007 11:27

sehr erotisch - insbesondere der titel.

toll.
Phönix ist ein anderer.
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