der ewige schlaf

vorwiegend erzählende Gedichte, bei denen es nicht unbedingt auf lyrische Verdichtung ankommt (themenunspezifisch)

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der ewige schlaf

Beitrag#1von rosste » 7. Jan 2007 00:33

braunfelsen stürzen ins zitternde meer
vom weltraum sehe ich schwere wolken
die brücken zerdrücken, lautlos
gelähmte elefanten dampfen biowärme
ein sturm auf der anderen seite der welt
gefriert in brüchigen plastikkabeln
ich atme ein

wasserfälle fließen aufwärts
und wassermenschen rudern ohne boot
mit riesenhänden graben sie wirbel
baumwurzeln verlassen die erde
und fühlen sich luftwärts
in zeitlupe
ich atme aus

auf dem feld liegen alte bretter
zugewachsen mit zahnzuckerhalmen
spatzen zanken sich um die frischen knospen
morgensonne schält dicke kiefernrinden, knackend
ich weine vor freude
und
will endlich aufwachen
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Beitrag#2von Gast » 7. Jan 2007 01:51

mein Gott wir atmen unsere Seelen..

ich atme ein ich atme aus..

wie gut ich diese Worte doch kenne..wie gut..
Gast
 

Beitrag#3von rosste » 7. Jan 2007 02:30

danke casy,
die seele atmet... manchmal sogar gedichte.
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