Höllenblick

vorwiegend erzählende Gedichte, bei denen es nicht unbedingt auf lyrische Verdichtung ankommt (themenunspezifisch)

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Höllenblick

Beitrag#1von heike keuper-g » 11. Mär 2007 14:56

Wenn du durch des Menschen Körper
Auf tiefsten Seelengrund fährst
Kann er in die Hölle sehen.
Er sieht
Entfesselte „Erwachsene“
Missbrauchte Kinder

Angstgeweitete Augen
Zitternde Sprachlosigkeit

Sucht sein Blick den Ausweg
So muss er an den drei Affen vorbei.

Sie hören nicht
Sie sprechen nicht
Sie sehen nicht.
Sie versperren ihm den Weg.

Und wieder lässt sich erahnen welch Glück
es bedeutet in den Himmel schauen zu dürfen.

Heike keuper -g feb. 2007
Zuletzt geändert von heike keuper-g am 20. Mär 2007 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
Wer sich selbst über seinen Nächsten erhebt, hat es bitter nötig.
H.K.-G
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Beitrag#2von Melusine » 11. Mär 2007 21:15

Hallo Heike,
schön, dass du wieder mal da bist. (Hab deine Nachricht eh gelesen, dass du ab 21. wieder zuhause sein wirst.)
Dein Gedicht gefällt mir, obwohl ich es, glaube ich, noch nicht ganz verstehe. Muss mal darüber nachdenken.

Kleiner Tippfehler: Ich glaube, es müsste heißen "Sie versperren ihm den Weg" (?)

Im Übrigen habe ich dazu (ich meine jetzt: zu den Affen) so meine eigenen Assoziationen, aber die mögen eher zufällig sein ...

Liebe Grüße
Mel
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