Inspiration

vorwiegend erzählende Gedichte, bei denen es nicht unbedingt auf lyrische Verdichtung ankommt (themenunspezifisch)

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 442

Inspiration

Beitrag#1von heike keuper-g » 27. Nov 2006 19:17

Inspiration


Unsere Blicke folgen der schwindenden Abendsonne
Mit seinem letzten Atemzug verlässt uns der Tag.
Die Halbmondsichel die uns lichtern umarmt,
weicht einem gewittrigen Wolkenmeer.

Schon im Halbschlummer, neben dir,
bin ich von einer seltsamen Unruhe erfasst.
Kalt glitzernde Straßenlaternen öffnen mir die Augen.

Ob ich wohl den Fensterschatten folge?
Mit ihnen lustwandeln durch die Straßen dieser Stadt?
Erste Windböen hauchen an die Scheiben.
Liebster, bleib still, diese letzte Nacht bin ich Dein.
Ich liebe dich, will niemals von dir lassen.

Doch Sie lassen mich nicht!!!!

Ich öffne das Fenster und flieh aus dem Haus.
Breite der Seltsamkeit meine Arme aus.

Verwirrte Blicke zählen die Fenster und Türen,
aus denen auch Am Tage hässliche Fratzen gieren.
Nun jagen sie mich wieder, wieder Mal in der Nacht…
Einst haben sie mich um den Verstand gebracht.

Zähle das Pflaster, zähle bis sieben,
sie haben meine Seele wund gerieben.
Zähle Dämonen, zähle, es sind acht,
sie haben mich als zu dumm verlacht.
Zähle das Donnergrollen, zähle bis neun,
ich zünd’ an des Nachbars volle Scheun’.
Hahahahaa,
Zähle die Blitze bis zehn,
zur Hölle sollt ihr alle geh’ n.

Für dich mein Liebster, Liebster,
zart summend ich (dir) dies wisper’…

Denn in dieser Nacht, da geh ich heim,
schwebe über dir, im Himmel, als Engelein.


27.11.06 / Heike Keuper-G



dieses Gedicht enstand durch die Inspirationvon visells "nachtwanderer", welches ich als unbedingt lesenswert empfinde. heike
Zuletzt geändert von heike keuper-g am 29. Nov 2006 10:37, insgesamt 1-mal geändert.
Wer sich selbst über seinen Nächsten erhebt, hat es bitter nötig.
H.K.-G
Benutzeravatar
heike keuper-g
 
Beiträge: 166
Registriert: 11.2006
Wohnort: NRW-Siegerland
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#2von Gast » 28. Nov 2006 18:53

ich werde es noch ein paarmal lesen und dann was dazu schreiben... aber es gefällt mir .. soviel schon mal :!:
Gast
 

Beitrag#3von heike keuper-g » 28. Nov 2006 22:51

casy hat geschrieben:ich werde es noch ein paarmal lesen und dann was dazu schreiben... aber es gefällt mir .. soviel schon mal :!:

hm bin gespannt casy, was dir dazu einfällt.
ursprünglich wollte ich sozusagen visells werk so überarbeiten wie iches lesen wollte, sie hatte so tolle bilder in ihrem gedicht,gleichwohl habe ich einen anderenstil. aber ich schrieb und schrieb und es kam dieses hier aus mir herraus. ich staune selbst... es hat was gruseliges... nun gut, will ungeduldig warten... und dann gibts evtl. mehr auseinandersetzung mit dem text. wünsche mir sehr das das ungesagte zwischenden zeilen gut rüberkommt.
lieben gute nachtgruß.
heike
Wer sich selbst über seinen Nächsten erhebt, hat es bitter nötig.
H.K.-G
Benutzeravatar
heike keuper-g
 
Beiträge: 166
Registriert: 11.2006
Wohnort: NRW-Siegerland
Geschlecht: nicht angegeben


Zurück zu "Prosagedichte"



cron