krötenschwer

vorwiegend erzählende Gedichte, bei denen es nicht unbedingt auf lyrische Verdichtung ankommt (themenunspezifisch)

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Beitrag#21von Gast » 17. Sep 2008 15:31

ohrenschützer, wer als aussenstehender die sachen überfliegt, findet evtl. nicht die spitzen, um die es geht. bei mir staute sich außerdem in den letzten wochen, beinahe monaten etwas auf ... und da genügen dann schon diese spitzen gegen meine person. melusine weiß aber schon, was ich meine. wir müssen nun nicht das ganze forum mit diesen persönlichen dingen beschäftigen; deswegen war ich darauf bedacht, eher allgemein über das maß und die auslegung von kritik in einem z.b. gedichteforum zu schreiben.

melusine, ich wollte hier nichts anderes sein als ein ganz normaler user. eine sonderbehandlung wäre mir zuwider.
behandelst du hier manche user bevorzugt? oder: werden hier neuuser von der forengemeinschaft diskriminiert?
ich hoffe nicht.
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Beitrag#22von Melusine » 17. Sep 2008 15:35

Hallo DerSturz, danke für deine Erklärung! An dich hatte ich bei dieser Debatte eh schon gedacht, und zwar von Anfang an, du schreibst ja auch Prosagedichte. Is ja nicht so, als wäre ein gewisser Herr, den ich bis eben kannte, der einzige, der das kann.
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Beitrag#23von DerSturz » 17. Sep 2008 15:40

Bukowskis meiste Gedichte waren ProsaTexte, oder die von Daniil Charms.
:roll: Am Ende zählt vielleicht die Qualität und was die Nachwelt dagegen
einzuwenden hat :mrgreen:
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Beitrag#24von Ich bin zwei Öltanks » 17. Sep 2008 15:41

Tinnitorf hat geschrieben:@Oellampe
Deine Ausführungen kann ich nachvollziehen, bloß den konkreten Anlassfall erkenne ich nicht.


Geht mir auch so, aber wenigstens scheine ich diesmal nicht direkt schuld zu haben. Ich werd schon richtig paranoid deswegen.
War echt nur ne Frage ...


DerSturz hat geschrieben:also Gedichte in Prosa trifft es noch besser, als Prosagedicht..

Gedichte in Prosa klingt auch hübscher..

aber das Lyrik sich reimen muss, ist natürlich, na ja
Durs Grünbein oder Uwe Kolbe das sind Lyriker



Schon klar, daß die Reime nicht zwangsläufig ein Gedicht ausmachen, wohl aber ... naja, die Dichtung, oder auch Verdichtung des Inhaltes, eben dieser Aspekt unterscheidet ein Gedicht doch hauptsächlich von Prosa, oder?
Eigentlich wollt ich ja nur wissen, woher ein Prosadichter weiß, wann in einer Zeile nur ein Wort stehen soll und wann ein ganzer Satz ... das ist doch purer Zufall ... oder?

Oder nicht?




:eusa_shifty:
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Beitrag#25von Gast » 17. Sep 2008 15:43

hallo "der sturz",
"gedicht in prosa" wäre es in meinem ansehen nicht. denn das würde ja bedeuten, dass es eigentlich prosa ist. also sowas wie ein zweirädriges auto.
ich würde das "prosagedicht" eher als ein gedicht sehen, mit erzählerischen komponenten ... als einen mix aus lyrik, epik und prosa. die mischung der ingredenzien werden von mir selten bewußt festgelegt. ich schreibe einfach drauf los.
was dann herauskommt, kann ein zweirädriges auto sein, oder ein drei- oder vierrädriges motorrad, oder ein dreirädriges auto, oder ein auto, das gar keine räder hat. ich finde es halt zu blödsinnig, sich über die definitionen von auto und gedicht zu streiten. sagen wir einfach aus dem bauch heraus: das ist ein auto ... oder wir sagen: das ist ein gedicht. klar, man kann auch ganz neue namen erfinden ... z.b. "prosagedicht".
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Beitrag#26von DerSturz » 17. Sep 2008 15:47

"Eigentlich wollt ich ja nur wissen, woher ein Prosadichter weiß, wann in einer Zeile nur ein Wort stehen soll und wann ein ganzer Satz ... das ist doch purer Zufall ... oder? "



Joseph Brodsky russischer Dichter sagte in seiner Literaturnobelpreisrede, dass ein Dichter überhaupt niemals weiß was aus einem Gedicht wird wenn man anfängt und ich glaube er
hat Recht, wenn ich etwas schreibe weiß ich nicht was daraus wird, oder nimm nur mal Thomas Mann, der wollte eine Kurzgeschichte schreiben und was wird daraus, ein Roman namens "Zauberberg".
Also, es gibt vielleicht eine Idee die im Kopf herumsurrt, aber sonst weiß man nichts und
trotzdem ist es niemals Zufall
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Beitrag#27von Der Ohrenschützer » 17. Sep 2008 15:48

Nein, ist kein "Zufall". Bei den meisten Autoren, die ich kenne, zumindestens. Es können zB sprachrhythmische Anleitungen sein, ein bewusstes Trennen/Zusammenhalten von Passagen. Wird manchmal als Stilmittel bewusst "gegen den Strich" gesetzt. Das merkt man, wenn man es laut lesen will/muss.

Aber natürlich: Die meisten Autoren machen das wahrscheinlich nach Gefühl und unterschiedlich gut.
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Beitrag#28von DerSturz » 17. Sep 2008 15:50

Oellampe hat geschrieben:hallo "der sturz",
"gedicht in prosa" wäre es in meinem ansehen nicht. denn das würde ja bedeuten, dass es eigentlich prosa ist. also sowas wie ein zweirädriges auto.
ich würde das "prosagedicht" eher als ein gedicht sehen, mit erzählerischen komponenten ... als einen mix aus lyrik, epik und prosa. die mischung der ingredenzien werden von mir selten bewußt festgelegt. ich schreibe einfach drauf los.
was dann herauskommt, kann ein zweirädriges auto sein, oder ein drei- oder vierrädriges motorrad, oder ein dreirädriges auto, oder ein auto, das gar keine räder hat. ich finde es halt zu blödsinnig, sich über die definitionen von auto und gedicht zu streiten. sagen wir einfach aus dem bauch heraus: das ist ein auto ... oder wir sagen: das ist ein gedicht. klar, man kann auch ganz neue namen erfinden ... z.b. "prosagedicht".



na ja eigentlich bedeutet gedicht in Prosa, gerade dass es ein Gedicht ist aber in Prosa :-)
Himmel was für eine Diskussion. Ich weiß nur das Iwan Turgenjew dasvorzüglich gemacht hat
und wir klene Quacksalber sind gegen ihn :)
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Beitrag#29von DerSturz » 17. Sep 2008 15:53

Der Ohrenschützer hat geschrieben:Nein, ist kein "Zufall". Bei den meisten Autoren, die ich kenne, zumindestens. Es können zB sprachrhythmische Anleitungen sein, ein bewusstes Trennen/Zusammenhalten von Passagen. Wird manchmal als Stilmittel bewusst "gegen den Strich" gesetzt. Das merkt man, wenn man es laut lesen will/muss.

Aber natürlich: Die meisten Autoren machen das wahrscheinlich nach Gefühl und unterschiedlich gut.



Aber Du kannst ein Wort nicht erzwingen, entweder es springt dich an oder
du musst kühlen Kopf bewahren und warten und lauschen, vielleicht Kekse
und grünen Tee trinken. Aber das rythmische stimmt schon, ich glaube Thomas
Bernhard war es der nach dem Takt eines, na sagt schon, wie heißt dieses Ding, Mensch,
dass man beim Klavierspielen braucht, mennooooo...
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Beitrag#30von DerSturz » 17. Sep 2008 15:56

Metronome :-P :-P :-P :-P :-P :-P
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