Ohne Titel

vorwiegend erzählende Gedichte, bei denen es nicht unbedingt auf lyrische Verdichtung ankommt (themenunspezifisch)

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Ohne Titel

Beitrag#1von Minouche » 9. Jul 2007 02:24

Ich höre die Trommeln wieder
tief in mir
hämmern sie mir das Grau
kommender Tage
in mein farbloses Hirn

Sie schlagen mir
die Knochen entzwei
während ich auf
warmen Sommerstraßen
allen Versprechen davonrenne

Ich rieche in den Bäumen
die Geschlechter von Mann und Frau
Im Rausch der Gegenwärtigkeit
gürte ich mich mit Schwertern
Sie starren
den Weltfrieden an
der zu viele Blüten im Haar trägt
- wie immer
mich niederschlagend mit seiner
gewissenlosen Harmonie
blute ich,
in meine Klingen gestürzt
weil ich dem Raunen
der Triebhaftigkeit
meines dummen Körpers
lauschte und etwas fand
wie eine Art Gefühl
das mich immer noch würgt
mit seinen allzu schönen
verlogenen Farben

Im Tod aller Erinnerung
wurde es nachtgeboren
und von allen Tagen
abgetrieben
bevor es reifen durfte

Im Schauer endgültiger Worte
fließt letzes Blut
aus meiner alten faltigen Seele
auf die vergangene Zeit
die mir zu Füßen hockt
wie eine abgehalfterte Hure
und immer noch
die Wunden leckt
die ich ihr schlug
If no one's right and no one's wrong
In between this we are learning much about evil

(Lisa Germano, My secret reason)
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Beitrag#2von brigitte.m » 9. Jul 2007 16:34

oh hier hast du ganz schön viel reingehauen, erschlägt einwenig, muß ich wohl noch mehrmals lesen

die form ist ok.

lg brigitte
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hi Brigitte....

Beitrag#3von Minouche » 12. Jul 2007 15:34

erstmal danke, dass du dir die Zeit fürs Lesen nahmst. Und ja, ich weiß. Ich lese es auch immer nochmal wieder und frage mich, ob es so stehen bleiben kann, oder ob hier weniger mehr wäre. Darum dachte ich mir, ich stelle es mal ein und warte ab, was ihr so sagt dazu.

Ich hoffe, es ist nicht schlimm, wenn ich selbst auch noch ein wenig daran werkele. ;-)

Liebe Grüße,
Minouche
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