Im Rückstand mit dem Leben

vorwiegend erzählende Gedichte, bei denen es nicht unbedingt auf lyrische Verdichtung ankommt (themenunspezifisch)

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Im Rückstand mit dem Leben

Beitrag#1von kata » 30. Nov 2006 11:47

Einmal für die Ewigkeit könnte ich dich lieben,
in deiner treuen Umarmung die Sprache verlieren
und als ein feuchtes Blatt erzittern.

Alle Kämpfe und Debatten könnte ich beenden,
bei dir den Frieden finden und die Sonne
in mein Gesicht schweigend zurückkehren lassen.

Tu es! Begegne mich! Fasse mich an!
Schaue mir in die strahlenden Augen,
hübsche lustigen Seelenblüten - denn
ich bin im Rückstand mit dem Leben.

Dringe in mein dunkles Innerstes durch,
verkürze den Kampf mit meiner Scham
und lass jede Falte mit Fruchtsaft füllen.

Blutig ist diese Welt in den Farben der Nacht
und ich ahne, was sich in der Sehnsucht offenbart:
unser Brennholz passt zu unseren Flammen,
wenn wir alles sind, das Sanfte und das Wilde -
in enthüllten Zärtlichkeiten.

Wir befreien uns und verlieren, bewegen uns
und lassen die vierblättrigen Schatten
unserer Körper auf nichts verzichten.
kata
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Beitrag#2von Gast » 30. Nov 2006 14:45

aus dem gedicht sprechen einige portionen reife liebe.
kräftige poesie.

bon.
Gast
 


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