Siebenzeit

vorwiegend erzählende Gedichte, bei denen es nicht unbedingt auf lyrische Verdichtung ankommt (themenunspezifisch)

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Siebenzeit

Beitrag#1von nachtlichter » 23. Sep 2007 13:29

[img]/uimg/userpix/176/12_Siebenzeit_1.jpg[/img]


Siebenzeit

Filigrane Fäden
verweben
die Kühle der Nacht
mit der erwachenden Sonne
Tautropfen glitzern im Gras
bevor sie in der Kuh verschwinden
Über dem Fluss wallen Nebel
und die Sonnenstunden gehen zur Neige
Ich werde Sommersprossen pflücken
und sie zwischen den Seiten
dicker Schmöker konservieren
Zu gegebener Zeit
verziere ich mit ihnen
meine novemberblasse Nase
Es ist Zeit zum Sieben:
Belanglose Routine
und eintöniger Regen
fallen durch das Raster.
Hängen bleiben
Herbstmond, Tagundnachtgleiche
Morgenglut in kalter Luft
Kastanienbraun glänzende Früchte eines Sommers
von flinken Eichhörnchen geschält
Ofenwarme Apfelkuchen
und der Duft
der immer wiederkehrenden Vergänglichkeit

© Regina Versen 21. September 2007


[img]/uimg/userpix/176/12_Morgenglut_1.jpg[/img]
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Beitrag#2von NDK » 7. Okt 2007 19:08

nachtlichter hat geschrieben:bevor sie in der Kuh verschwinden


Hallo Nachtlichter,

ist das Satire oder Naturlyrik? Wenn man sich als Leser unter Lyrik gern etwas Ernsthaftes vorstellen möchte, kommt man sich schon an dieser Stelle leicht veräppelt vor. Die reichlich abgegriffenen Bilder wie "erwachende Sonne", "glitzernde Tautropfen", "wallende Nebel", besonders in der ersten Hälfte des Textes, tragen auch nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit bei.
Jedenfalls denke ich, dass du das wesentlich besser kannst... demnach scheint das ein Gedicht zu sein, in dem die Naturlyrik ganz bewusst verspottet wird - oder soll ich mir als Leser noch etwas anderes dabei denken?

Schöne Grüße, NDK
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Beitrag#3von nachtlichter » 7. Okt 2007 21:13

Sollen musst Du gar nichts, NDK.
Die Gedanken sind frei.
Deine so wie meine.

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Beitrag#4von NDK » 8. Okt 2007 14:02

nachtlichter hat geschrieben:Die Gedanken sind frei.

Das denken wir.
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