Sommerlicht und Honigbrot

vorwiegend erzählende Gedichte, bei denen es nicht unbedingt auf lyrische Verdichtung ankommt (themenunspezifisch)

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Sommerlicht und Honigbrot

Beitrag#1von monehartman » 10. Jul 2011 22:07

es war einmal!
ist lang schon her

wir nährten uns
von Sommerlicht und Honigbrot
tranken unser Leuchten mit Gier
öffneten die Venen unter der Haut
süssgolden durchgiftet
waren wir grösser als alle Götter
tanzten durch Milchstrassen
Richtung unendlich
schrieben heilige Küsse ins Universum
unserer künstlichen Paradiese

Sommerlicht und Honigbrot
durchgiftet süss und golden
und niemals wirklich satt
fand man uns nach Jahrmillionen:
zwei Ratten, das stumpfe Fell
schon lang nicht mehr geputzt
wir hatten unsere Kinder gefressen
und einen letzten Kuss
in den Rinnstein gekotzt

es war einmal!
ist lang schon her
und weil wir nicht gestorben sind
bluten wir heut noch dann und wann
einen Hunger in den Himmel
nach Sommerlicht und Honigbrot
wir stillen diese Gier
lächelnd mit Erinnerung
durchrauschen uns mit Küssen
die grösser sind als alle Götter
und tiefer gehn als Ewigkeit
monehartman
 
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Re: Sommerlicht und Honigbrot

Beitrag#2von silbergrau » 11. Jul 2011 11:39

Hmmm ...

Ich könnte nicht von mir behaupten, dass ich ein großer Fan von Lyrik bin. Aber das hier hat mir Gänsehaut gemacht ...
silbergrau
 

Re: Sommerlicht und Honigbrot

Beitrag#3von bonanzamargot » 11. Jul 2011 15:24

sehr schön, mone - getragen von dem wundervollen titel "sommerlicht und honigbrot".
bonanzamargot
 

Re: Sommerlicht und Honigbrot

Beitrag#4von monehartman » 20. Jul 2011 21:56

hallo ihr zwei, sorry wg der späten antwort hier im forum. freut mich, dass euch der text gefällt! bis bald, lg mone :)
monehartman
 
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