zufällig zu fall

vorwiegend erzählende Gedichte, bei denen es nicht unbedingt auf lyrische Verdichtung ankommt (themenunspezifisch)

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zufällig zu fall

Beitrag#1von Karl Feldkamp » 28. Jul 2008 16:49

einmal mehr schrieb ich für
wortmüllbeseitigungsanlagen
mein hirn humpelte
auf der linken hemisphäre
bleiernd schwül lastete
spätsommerluftfeuchte
sonnenmilchverglast
ging die sonnenuhr
längst dem schatten
anderer gestirne nach
und der freiheitsstatue
mal wieder das feuer aus

mühsam bemühte ich
unterschied zwischen
gehobenem blöd- und
einfachstem wahnsinn
doch selbst der zufall
bestand auf prinzipien
Wir sehen andere nicht, wie sie sind sondern wie wir sind.
Karl Feldkamp
 
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Beitrag#2von Der Ohrenschützer » 16. Sep 2008 22:57

Hallo Karl,

ein selbstbezügliches Gedicht, wie es scheint, manchmal zu sehr in sich selbst verliebt. Ich mag sprach-kreative Gedichte, aber dies hier wirkt mir zu sehr aufgesetzt. "sonnenmilchverglast ging die sonnenuhr..." hat zB zuviel "sonne" in sich, "bleiernd" sollte wohl "bleiern" heißen. Leider nicht so meins, das Gedicht. Trotzdem liebe Grüße,
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Beitrag#3von Antonia » 27. Sep 2008 22:11

Vielleicht ist es tatsächlich ein wenig "überladen".

Trotzdem gefällt mir die erzeugte Stimmung. Verliebt bin ich in die letzten beiden Zeilen.
Antonia
 

Beitrag#4von Distel » 2. Okt 2008 15:56

Da ich es bevorzuge, wenn ein Gedicht viele Metaphern enthält, finde es dies hier keineswegs überladen.
Es gefällt mir sehr sehr gut.
Distel
 

Beitrag#5von Gast » 3. Okt 2008 10:04

:) zackig gespielt, Karl, gefällt mir :wink:
Gast
 

Beitrag#6von Karl Feldkamp » 28. Jan 2009 20:51

Ihr Lieben,
danke für die unterschiedliche Kritik. Möglicher Weise ist mein Gedicht ein wenig überladen. Dennoch freue ich mich natürlich mehr über die positiven Anmerkungen.
Herzliche Grüße
Karl
Wir sehen andere nicht, wie sie sind sondern wie wir sind.
Karl Feldkamp
 
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