Sie würd gern zu ihm hingehen und ihn in die Arme nehmen, um ihn in Sicherheit zu wiegen, damit ihre Rache ihn dann um so härter trifft...
also Mel... was hast Du denn für perfide Fantasien
zurück zur Story: sich würde sich nicht rächen wollen. Eine vernünftige (Edit sagt: vernunftbegabt sind alle Menschen) Frau weiß, wann sie verloren hat. Rache macht sie nicht glücklich. Sie weiß auch, wann sie sich lächerlich macht, deswegen 'würde sie am liebsten', tut es aber nicht, sondern wartet ab.
Vielleicht kann sie ihm ja doch mehr vertrauen, als sie in diesem Augenblick glaubt. Vielleicht verhält er sich aber auch genau so, wie sie es befürchtet, dann gilt: Reisende soll man nicht aufhalten. Zeit ist einfach zu kostbar, um sie zu verschwenden.
Rache: Ich denke, Rache muss entweder richtig gelebt werden, so wie Liebe, oder man kann es gleich bleiben lassen. Wer sich rächt, muss mit allen Konsequenzen leben können. Er muss seine Energien darauf konzentrieren, eine 'perfekte Rache' auszüben, alles andere wirkt lächerlich. Darum ist Rache mindestens genauso kräfteraubend wie Liebe.
In diesem Zusammenhang fällt mir immer Edmond Dantès ein. Er verübte den perfekten Rachefelzug, verlor dabei aber auch seine Liebe. Nur, wenn man bereit ist, das in Kauf zu nehmen, sollte man sich auf Rache einlassen. Aber glücklich, so bin ich mir sicher, macht das nicht. Und ob es befriedigt wage ich zu bezweifeln.
Daher meine Prot: keine Rache. Nur Hilflosigkeit. Was in ihr vorgeht, ist eine Sache, aber sie wird Contenance bewahren. So kann sie erhobenen Hauptes aus der Sache rausgehen, und dann bleibt ihr auf alle Fälle der Respekt vor sich selbst.






