Halbmondreigen

Juli/August 2010

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Halbmondreigen

Beitrag#1von EMJu » 2. Aug 2010 12:41

Er kommt ohne Einladung. Nimmt sie bei der Hand. Sie will es nicht, wehrt sich, doch er lässt nicht mehr los. Zu seinem Summen drehen sie sich im Kreis. Er lächelt, sie stemmt sich gegen ihn, versucht, sich ihm zu entziehen. Das Licht des Halbmonds färbt sein glattes Antlitz gelb. Er legt seine Arme um sie und hüllt sie in seinen Mantel. Sie drehen sich wie ein Liebespaar beim Tanz. Das Blut weicht aus ihrem Gesicht. Bald hat sie keine Kraft mehr. Er hält sie weiter fest. Nun krallt sie sich an ihn. Er riecht nicht, ist kühl, kein Fleisch an seinen Händen. Hände, die den Schmerz von ihr nehmen. Hände, die sie heimführen werden.
Der Andere bleibt im Licht zurück. Hat sich nicht bemüht, sie zurückzugewinnen, weil er weiß, wann er verloren hat.
Malern und Dichtern war es stets erlaubt zu wagen, was immer beliebt. (Horaz)
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